Die Farbenpracht des Meeres
Die Südsee besteht aus weißen Stränden und türkisem Meer? Nur zum Teil. Natürlich findet man im Pazifik weiße Strände und türkisblaue See, aber ein Großteil der Südsee zeigt sich in anderen Farben. Gerade in der Südsee sind viele ehemalig aktive Vulkane der Grund für ein Phänomen: Schwarzer Sand.
Durch die Plattentektonik schieben sich Meeres- und Landplatten unter- und übereinander. Die Folge davon sind Magmakammern, die sich über Vulkane entladen. Die meisten Vulkane sind heute erloschen und zurück bleiben die schwarzen Basalt-Strände, die eine ganz eigene Faszination besitzen und ein gänzlich anderes Bild der Südsee abgeben. Das beste Beispiel für Vulkan-Inseln sind die Galapagos-Inseln, die über einen so genannten Hot-Spot in der Erdkruste hinweg ziehen. An ihnen lässt sich die Entstehung und das “altern” einer Insel erkennen und verfolgen.
Zwei Welten
Nicht nur über Wasser hält die Südsee Überraschungen bereit. Die schwarzen Strände Tahitis mögen viele Reisende zu einem Besuch bewegen, aber noch viel bewegender, ist das, was unter Wasser geschieht. Vor Australien und Neukaledonien liegen die beiden größten Korallenriffe der Welt, die mit insgesamt rund 3800 Kilometern Länge mehr bieten, als man sich in seinem ganzen Leben ansehen könnte. Über Jahrmillionen sind diese Korallenriffe gewachsen und beeindrucken nun jeden Taucher mir ihrer Artenvielfalt und Farbenpracht, die bis heute Ihresgleichen suchen. Die Südsee besteht also aus zwei Welten, die zusammen ein Paradies ergeben, das noch unberührt erscheint. Die Einwohner der Südsee sind allesamt darauf bedacht, diesen Umstand zu erhalten und Besucher finden auf den Inseln hauptsächlich Hotels, die der Natur in Architektur und Ökologie angepasst sind.
Inseln des Glücks
Das Land in der Südsee besteht aus über 2300 bewohnbaren kleinen Inseln und Atollen, die zumeist zu Gruppen zusammengefasst werden: Französisch Polynesien mit Tahiti, die Cook-Inseln, die Salomon-Inseln, die Galapagos-Inseln (welche westlich von Südamerika zu finden sind), Hawaii, Tuvalu und Tonga, Neuseeland und Neukaledonien – Um nur die berühmtesten zu nennen. Als Thomas Cook die Südsee bereiste, kannten die Einheimischen noch keine Europäer und empfingen die Besucher mit offenen Armen – So wie sie es heute auch noch tun. Beeindruckt von der Gastfreundschaft, der Artenvielfalt und der generell üppigen Natur, kehrte er nach Europa zurück. Etwa zur gleichen Zeit bereiste Charles Darwin die Welt und besonders die Südsee. 1835 und 1836 reiste er über die Galapagos-Inseln und Tahiti nach Australien. Cook und Darwin beschrieben beide die Südsee als Garten Eden und Inseln des Glücks. Beide zogen sie andere Schlüsse aus ihren Beobachtungen: Thomas Cook, aus ärmlichen Verhältnissen stammend, wollte die Wunder der Südsee anderen Menschen zugänglich machen und eröffnete der damaligen Mittelschicht mit seinen Pauschalreisen eine neue Welt. Charles Darwin hingegen sah die gesamte Welt mit anderen Augen, heiratete in England und veröffentlichte seine bis heute gültige Evolutionstheorie.
